favicon 19.4.223
FPK Logo 900 x 150

THEMA  2025 / 6

Sabine Riedel

BOMBENGESCHÄFTE MIT KERNENERGIE

◊  zuletzt: 

02.06.2026
BildQuelle: The White House, Washington, Galleries, President Donald Trump hosts a bilateral lunch meeting with Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, 17.12.2025, https://www.whitehouse.gov/gallery/president-donald-trump-hosts-a-bilateral-lunch-meeting-with-ukrainian-president-volodymyr-zelenskyy; Eigene Darstellung; KI-generiert.  

KIEWS ATOMWIRTSCHAFT

▪MASSIVER AUSBAU UKRAINISCHER AKWS UNTER KRIEGSRECHT

DAS UKRAINISCHE AKW SAPORISCHSCHJA WIRD ZU KRIEGSBEGINN 2022 VON RUSSLAND OKKUPIERT

Kernkraft Ukraine 2025.de

Offizielle Erklärung zur Einführung des Ausnahmezustands in der Region Saporischschja, 23.02.2022

Ab heute wird in der Region Saporischschja unter dem Vorsitz des Leiters der regionalen Staatsverwaltung von Saporischschja, Oleksandr Starukh und unter Beteiligung der Vorsitzenden des Regionalrats von Saporischschja, Olena Zhuk, ein operatives Hauptquartier betrieben. Es bestand aus Vertretern des Militärs, Organen des Innenministeriums, Bürgermeistern und Leitern lokaler Regierungen.
Die Lage in der Region ist unter Kontrolle. Die Bewohner der Region Saporoschje stehen unter dem Schutz des Staates, der ukrainischen Armee und der territorialen Verteidigungseinheiten.
Das Dekret des Präsidenten der Ukraine «Über die Einführung des Ausnahmezustands in bestimmten Regionen der Ukraine», das von der Werchowna Rada der Ukraine genehmigt wurde, sieht Folgendes vor: […]“  (zir.gov.ua, 23.02.2022 und Riedel 10/2022: 21)

Abbildung 1:  Ukrainische Atomkraftwerke 2025

♦   Bis heute bleiben die Ereignisse in den Atomkraftwerken (AKW) der Ukraine zu Beginn der russischen Militärintervention am 24.02.2022 im Dunklen. Die russischen Truppen hatten in einer Blitzaktion die AKW-Ruine Tschernobyl und das AKW Saporischschja okkupiert (vgl. links, Riedel 4/2022). Denn es ging um die Beschlagnahmung von Beweismaterialien zu Massenvernichtungswaffen, nicht nur in Biowaffenlaboren. In der Sperr-Zone von Tschernobyl und in Saporischschja vermutete Moskau eine Dual-Use-Kernforschung, [d.h. zum doppelten Nutzen], ein möglicher Weg zur Atombombe. 

♦   Diese Vorwürfe berechtigen Russland natürlich nicht zur Inbesitznahme des AKW Saporischschja. Sie bleibt bis heute völkerrechtswidrig. Doch ein Vergleich mit Iran (Riedel 4/2025) wirft Fragen auf: Warum sanktionieren westliche Staaten die Atompolitik Teherans, die der Ukraine aber nicht? Weitere Rätsel: Das AKW Saporischschja hatte am Tag der Okkupation sechs veraltete Reaktorblöcke in Betrieb. Moskau liess alle heruntergefahren. Weil in im AKW sowjetischer Bauart erstmals Uranerze aus den USA eingesetzt wurden? Schließlich: Seit Mitte 2022 wird das AKW und dessen Satellitenstadt Enhodar von ukrainischen Drohen angegriffen.

♦  Bereits einen Tag vor Beginn der russischen Invasion (24.2.2022) rief der ukrainische Präsident in einigen Regionen, darunter in Saporischschja, den Ausnahmezustand aus (vgl. links). Eine offizielle Erklärung des Regionalrats listet konkrete Einschränkung auf, darunter: Ein- und Ausreisebeschränkungen, Verbot von Versammlungen und Streiks, Einschränkungen für gesellschaftliche Organisationen bis hin zum Verbot politischer Parteien, Ausgangssperren, Kontrollen öffentlicher Plätze, Hausdurchsuchungen und besondere Regeln zur freien Nutzung der Massenmedien (vgl. zir.gov.ua, 23.02.2022, Riedel 10/2022: 21)

Quelle Abbildung 1:
Eigene Zusammenstellung aus verschiedenen Graphiken

WAS DIE US-FIRMEN WESTINGHOUSE UND HOLTEC AN DER UKRAINISCHEN ATOMINDUSTRIE VERDIENEN

Westinghouse hat Brennstoff für AKWs sowjetischer Bauart

Neue Reaktorblöcke für ein CO2-neutrales Europa, 2021

Neue Reaktorblöcke für ein CO2-neutrales Europa, 2021

“Westinghouse widmet sich seit Jahren der Entwicklung von Brennstoff für WWER-Reaktoren und hat die Ukraine im letzten Jahrzehnt erfolgreich mit dem erforderlichen Brennstoff versorgt. […]

Diese Entwicklung markiert das Ende des russischen Monopols im Marktsegment für WWER-Kernbrennstoff, was nicht nur der Ukraine zugutekommt, sondern auch die Möglichkeiten für die gesamte Region erweitert, echte Unabhängigkeit im Bereich der Kernenergie zu erreichen.” (euratom, 2023: 3)

“Die Westinghouse Electric Company und Energoatom, der staatliche Kernkraftwerksbetreiber der Ukraine, haben heute in Kiew einen Vertrag unterzeichnet, in dem die Einzelheiten ihrer Vereinbarung über die Lieferung von Westinghouse AP1000®-Reaktoren für das Kernkraftwerk Chmelnyzkyj festgelegt sind.

«[…] Der Bau neuer Kraftwerksblöcke ist für die Energieunabhängigkeit unseres Landes von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus werden wir zur treibenden Kraft, die Europa den Weg zur CO2-Neutralität ebnen wird. Energoatom ist in Zusammenarbeit mit unseren amerikanischen Partnern bereit, den grünen Übergang zu sauberer und bezahlbarer Energie zu vollziehen», sagte Petro Kotin, amtierender Präsident von NNEGC Energoatom.” […] (Westinghouse, 22.11.2021)

Der staatliche ukrainische Kernkraftwerksbetreiber Energoatom und das amerikanische Unternehmen Holtec International planen den Bau einer Anlage zur Herstellung von Behältern für abgebrannte Brennelemente in der Ukraine, die derzeit in den Vereinigten Staaten hergestellt werden, teilte das Energieministerium mit.

Die abgebrannten Brennelemente werden in einem zentralen Endlager unter Verwendung der „Trockenlagerungstechnologie“ gelagert, das in der Ukraine vor Beginn des offenen Krieges errichtet wurde. Die abgebrannten Brennelemente aus ukrainischen Kernkraftwerken wurden bereits dort eingelagert. Durch die Nutzung eines eigenen Endlagers spart der Staat jährlich etwa 200 Millionen US-Dollar. Außerdem ermöglichte es der Ukraine, den Export von abgebrannten Brennelementen nach Russland bereits vor dem offenen Krieg vollständig einzustellen. […] (inventure.com, 09.11.2023), vgl. weitere Geschäfte: energoatom.com, 11.07.2025)

♦   Die Kooperation zwischen Energoatom und dem US-amerikanischen Atomenergiekonzern Westinghouse Electric Company geht bis in die 1990er Jahre zurück. Nach dem Regimewechsel 2014 verstärkten sich die Handelsbeziehungen. Westinghouse entwickelte Brennstoff für die veralteten AKWs sowjetischer Bauart (Typen WWER-1000 und WWER-440) und belieferte die AKWs Süd-Ukraine und Saporischschja (neimagazine.com, 23.07.2018). Erklärtes Ziel ist auch hier, Russlands Monopolstellung bei der Brennstoffversorgung zu brechen. Das Unternehmen hat über 30 Reaktoren in der EU und Ukraine im Blick (euratom, 2023: 3, vgl. linke Spalte)

♦  Eine weiterer Markt öffnete sich für Westinghouse in der Ukraine: Kiew nutzt die Zerstörung von Energieinfrastruktur zur Erweiterung seiner Atomanlagen (s.o.). Bereits Monate vor Kriegsbeginn unterschrieben sie einen Vertrag zum Bau von 9 Reaktoren (westinghouse, 31.08.2021). Bis 2028 sollen vier Reaktoren im AKW Chmelnyzkyj ans Netz gehen, weitere in den 2030er-Jahren, u.a. im AKW-Süd-Ukraine. Westinghouse will so seine Weltmarktführung zurückgewinnen, die es nach einer Insolvenz (2017) und Übernahme durch kanadische Investoren an Russland und China verloren hat (aa.com.tr, 01.04.2025).

♦   Während Westinghouse vollständig in kanadischer Hand liegt (COMECO und der Großinvestor Brookfield), ist HOLTEC ein anerikanisches Unternehmen für Nukleartechnologie. In der Sperrzone von Tschernobyl hat es bereits zwei Deponien für Atommüll errichtet: Ein Langzeit-Trockenzwischenlager für ca. 200.000 Brennstäbe des havarierten Reaktors (2020, nuclearforum.ch, 24.01.2020), ein zweites für den laufend anfallend radioaktiven Abfall (holtec.international, 19.12.2023). Es ist derzeit das weltweit größte atomare Zwischenlager und notwendig geworden, weil Kiew seinen Atommüll seit 2022 nicht mehr in Russland entsorgen kann bzw. will.

DER AUFSTIEG DER UKRAINE ZU EINEM FÜHRENDEN PRODUZENTEN VON ATOMSTROM

Die Erzeugung von Kernenergie verhindert Stromausfall

Strategie für eine kohlenstoffarme Entwicklung der Ukraine

Konstantin Simeyko: Die nukleare Zukunft der Ukraine

Laut [der ukrainischen Energieministerin] Svitlana Hrynchuk bleibt gerade die Kernenergie die Stütze der Energiesicherheit des Landes. Während des Krieges lieferte die Kernenergie stabil 50–60 % der Energiebilanz, was es ermöglicht, den Winter zu überstehen. 
Svitlana Hrynchuk hob zudem die Vorteile der Kernenergie hervor: «Es handelt sich um eine saubere und kohlenstoffarme Energieerzeugung, die keine zusätzlichen Treibhausgasemissionen und Schadstoffe verursacht. Es ist eine stabile Energieerzeugung, die zudem relativ kostengünstig ist.»” (energoatom, 29.07.2025)

Die Ukraine bildet keine Ausnahme vom weltweiten Trend zur Kernenergie. […] Vor kurzem wurde eine aktualisierte Energiestrategie der Ukraine bis zum Jahr 2050 verabschiedet.[…]So ist insbesondere der Ausbau der Kernenergie als zuverlässige und sichere, kohlenstoffarme Energiequelle durch den Bau neuer Hochleistungs-Reaktorblöcke sowie kleiner modularer Reaktoren vorgesehen. 
[…] Für die Ukraine ist dies eine einmalige Chance, ihr Energiesystem nach den Prinzipien der Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit zu erneuern und gleichzeitig mit den führenden Energieländern der Welt gleichzuziehen, indem sie über einen eigenen Bestand an neuen, sicheren und hochtechnologischen Kernkraftwerksblöcken verfügt, […].” (energoatom, 09.08.2024)

Zur Umsetzung dieser Strategie sind erhebliche Investitionen erforderlich. Während sich das Investitionsvolumen im Szenario „Bestehende Maßnahmen“ auf 588 Milliarden Euro beläuft, ist der Investitionsbedarf im Szenario „Zusätzliche Maßnahmen“ und im Szenario „Klimaneutralität“ deutlich höher – bis zu 1 Billion Euro. […, S. 14]. 
Bei dem NZE-Szenario [d.h. Klimaneutralität] erfolgt hingegen eine umfassende Dekarbonisierung. Kohle, Erdgas und Erdölprodukte verschwinden bis 2050 nahezu vollständig. Erneuerbare Energiequellen, einschließlich synthetischer Brennstoffe, und Kernenergie spielen in diesem Prozess eine Schlüsselrolle” (gov.ua 2025: 51).

♦  Das AKW Saporischschja ist das größte in Europa. Bis 2022 produzierte es die Hälfte des Atomstroms der Ukraine. Seit dessen Verlust, d.h. unter Kriegsrecht, baut Kiew seine Atomwirtschaft aus: Die Kapazitäten der AKWs Riwne, Chmelnyzkyj und Süd-Ukraine wurden hochgefahren und im AKW Chmelnyzkyj neue Reaktoren gebaut. Im Herbst 2024 lag der Anteil der Kernenergie “in abendlichen Spitzenzeiten bis zu 70 Prozent” (energoatom, 21.10.2024). Kiew nutzt die Zerstörung der Energieanlagen erklärtermaßen, um seine veraltete Kerntechologie (aus der Sowjetunion) durch modulare Hochleistungreaktoren zu erneuern (energoatom, 0

♦  In 2025 hat Kiew eine «Energiestrategie» zur «Klimaneutralität» beschlossen (energoatom, 09.08.2024). Bis 2050 sollen fossilie Brennstoffe durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Da dieser Prozess die doppelte bis dreifache Menge an Elektroenergie voraussetzt, fällt der Kernenergie eine Schlüsselrolle zu (gov.ua 2025: 51). Doch das Bild einer «sauberen» Atomkraft blendet Teile der Produktionskette aus: Die Förderung von Uranerz hat das Gebiet nordwestlich vom AKW Saorischschja nachhaltig kontaminiert (vgl. in Abbildung 2 das stillgelegte Chemiewerk Prydniprovsky; Riedel 5/2022). Die Sperrzone von Tschernobyl wurde zu Europas größtem Endlager für radioaktiven Abfall umfunktioniert (a.a.O.).

♦   Schließlich werden äußere Gefahren ausgeblendet. Dazu gehören nicht nur Nataurkatastrophen wie Waldbrände in der Sperrzone von Tschernobyl (deutschlandfunk.de, 21.09.2021). Seit Mitte 2022 finden Drohnenangriffe auf AKWs statt, ein absolutes Tabu im Völkerrecht. Kiew rechtfertigte mehrfach seine Gewaltaktionen zur Rückeroberung des AKW Saporischschja und gegen die russischen AKWs Kursk und Smolensk. Westliche Medien übernahmen bisher ukrainische Narrative (fr.de, 10.10.2023) oder schwiegen. Spätestens seit der Bombadierung iranischer Atomanlagen werden die westlichen Doppelstandards vor aller Welt sichtbar (Riedel 4/2025).

USA-KANADA:

▪ BOMBENGESCHÄFTE MIT UKRAINISCHEN AKWS SEIT KRIEGSBEGINN

DIE KANADISCHE FIRMA CAMECO MACHT GESCHÄFTE MIT URKRAINISCHEM URAN SEIT 2023

Energoatom: Die Verträge mit CAMECO sind von geostrategischer Bedeutung

Verträge (2023) zur Förderung und Aufarbeitung von Uran 

Quelle Abbildung 2:
Eigene Zusammenstellung aus verschiedenen Graphiken

Uranminen Ukraine 2025

Abbildung 2:  Ukrainische Uranminen und -fabriken 2025

Der auf 12 Jahre angelegte Vertrag läuft von 2024 bis 2035, […]. Im Rahmen der Vereinbarung wird Cameco während der Vertragslaufzeit 100 % des UF6-Bedarfs [Uranhexafluorid, S.R.] (bestehend aus Uran und Umwandlungsdienstleistungen) von Energoatom für die neun Kernreaktoren in den AKWs Riwne, Chmelnyzkyj und Süd-Ukraine decken. Der Gesamtbedarf dieser Kraftwerke beläuft sich über die Vertragslaufzeit auf ca. 15,3 Millionen KgU [Kilogramm Uran] in Form von UF6 (das entspricht ca. 40,1 Millionen Pfund Urankonzentrat oder U3O8).

Der Vertrag enthält zudem eine Option für Cameco, bis zu 100 % des Brennstoffbedarfs für die sechs Reaktoren des derzeit unter russischer Kontrolle stehenden AKWs Saporischschja zu decken, sollte dieses wieder in den Betrieb von Energoatom übergehen. Wenn diese Möglichkeit im Jahr 2024 in Betracht gezogen würde, würde das Kraftwerk Saporischschja über die Vertragslaufzeit etwa 10,4 Millionen KgU [Kilogramm Uran] als UF6 (das entspricht etwa 27,2 Millionen Pfund U3O8) benötigen. […] (cameco.com, 08.02.2023)

Wie der Präsident des staatlichen Unternehmens «NAEK Energoatom», Petro Kotin, betonte, sind die unterzeichneten Vereinbarungen für die Ukraine von größter Bedeutung, da das Unternehmen seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands alle Verträge über die Lieferung von Kernbrennstoff aus der Russischen Föderation gekündigt hat. Angesichts der Lage auf dem Weltmarkt und des bestehenden Mangels an Konversionskapazitäten, fügte er hinzu, garantiere die Unterzeichnung der entsprechenden Verträge eine stabile Versorgung mit Kernbrennstoff.” (energoatom, 20.03.2023)

♦   Mit dem Zerfall der Sojetunion wurde das ukrainische Chemiewerk Prydniprovsky (ukr. Придніпровський хімічний завод, ПХЗ, Abb. 2) stillgelgt. Zwischen 1948 und 1990 gehörte es zum sowjetischen Atomprogramm: dort wurden ca. 65 % des Urans zu friedlichen und militärischen Zwecken aufbereitet. Seit dessen Stillegung lagern dort ca. 40 Millionen Tonnen des schwach radioaktiven Schlamms (youtube.com 2022). Statt diese Altlasten zu entsorgen, verlegte das Staatsunternehmen VostGOK (ukr. Державне підприємство Східний гірничо-збагачувальний комбінат) seine Produktion nach Westen, nach Schowti Wody (ukr. Жовті Води, Abb. 2, Nr. 4 und 5),

♦   Bis Ausbruch des Ukraine-Kriegs unterhielt Kiew enge Handelsbeziehungen zu Russland, um dort Uranerz aus seinen Minen (vgl. Abb. 2, Nr. 1, 2 und 3) für den Betrieb der AKWs anzureichern. Denn mit dem Budapester Memorandum (1994) und dem Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag verzichtete Kiew auf Atomwaffen und deren Technologie. Es besitzt keine Uran-Anreicherungsanlagen, die eine Dual-Use-Nutzung ermöglichen würde. So transportierte VostGOK das in Schowti Wody hergestellte Urankonzentrat (Yellowcake) ins Internationale Urananreicherungszentrum (IUEC, Sibirien).

♦   Mit Kriegsbeginn brach Energoatom, das staatliche Unternehmen der Ukraine für Kernenergie, diese Urangeschäfte jäh ab (energoatom, 20.03.2023, vgl. linke Spalte). Schon Anfang 2023 schloss es 12-Jahresverträge mit der kanadischen Cameco Corporation, einem der weltweit größten Produzenten von Kernbrennstoff. Seitdem wird das gesamte geförderte Uran aus der Ukraine nach Kanada geschickt, zur Umwandlung in gasförmiges Uranhexafluorid (UF6), einer Vorstufe zur Urananreicherung (cameco.com, 08.02.2023). Die jährlich anfallende Menge von 1,8 Millionen Kg Uran kann den Elektrizitätsbedarf von bis zu 20 Millionen Haushalten decken.

♦   Die Ukraine tauschte also unter Kriegsrecht seine energiepolischen Abhängigkeiten aus: Statt Russland bzw. Rosatom hat nun COMECO die Kontrolle über den gesamten ukrainischen Atomstrom, mindestens bis 2035. Von kriegsentscheidender Bedeutung ist Kiews Zugeständnis, dass nach einer Rückgabe des AKWs Saporischschja, auch dessen Reaktoren zu 100% von COMECO beliefert werden. Hinter den dortigen gewaltsamen Drohnenangriffen steht also ein milliardenschweres Zusatzgeschäft (vgl. Zitate, linke Spalte). Für einen Reaktorunfall wäre neben den beiden Kriegsparteien auch dieser Konzern unmittelbar verantwortlich.

UKRAINE-EU:

▪ EURATOM ÜBERWACHT DIE LIEFERKETTE DES UKRAINISCHEN URANS

DIE ANREICHERUNG DES  UKRAINISCHEN URANS FINDET IN DER EUROPÄISCHEN UNION STATT

EU-Fördermittel für Westinghouse 

Milliardeninvestitionen in Gronau für URENCO Deutschland

Westinghouse ist derzeit der einzige europäische Hersteller von Brennstoff für VVER-440- und VVER-1000-Reaktoren. Derzeit sind in den EU-Ländern 15 WWER-440-Reaktoren und vier WWER-1000-Reaktoren in Betrieb. Die Europäische Union unterstützt die Konstruktionsentwicklung und die Genehmigungsverfahren im Rahmen des APIS-Projekts (Abkürzung für „Accelerated Program for Implementation of secure VVER fuel Supply“), das darauf abzielt, die Versorgungssicherheit mit Kernbrennstoff für die in der EU und der Ukraine betriebenen, nach russischem Design gebauten WWER-Druckwasserreaktoren zu gewährleisten. Das APIS-Projekt bringt insgesamt 12 Partner aus der EU und der Ukraine zusammen und ist Teil des EU-Programms „Horizont Europa“ für Forschung und Innovation, mit einem Beitrag von 10 Millionen Euro aus dem Euratom-Arbeitsprogramm 2023–2025. Das APIS-Konsortium schafft eine enge Zusammenarbeit zwischen Ländern, die Erfahrung mit der Anpassung von Brennstofftypen haben, und Ländern, die gerade erst den Weg zur Diversifizierung der Kernbrennstoffversorgung beschreiten. […]”  (euratom, 2023: 3)

Unter der schwarz-grünen Landesregierung in NRW wird die Urananreicherung der URENCO in Gronau mit Milliarden-Investitionen modernisiert und ertüchtigt. Vom Atomausstieg ist diese Uranfabrik ausgenommen. Hier wird das für die Herstellung von Brennelementen zum Einsatz in konventionellen Atomkraftwerken notwendige Uran angereichert. Ein technisch überaus anspruchsvoller Vorgang, bei dem die sensiblen Zentrifugen mit enormen Geschwindigkeiten rotieren, um das spaltbare Uran 235 auf einen Anteil von drei bis fünf Prozent im gasförmigen Natururan zu erhöhen. Nur so kann die Kernspaltung in herkömmlichen Reaktoren funktionieren. Eine alle zehn Jahre nach Atomrecht erforderliche Periodische Sicherheitsüberprüfung PSÜ, die 2021 gestartet wurde, ist jetzt offenbar abgeschlossen. Der Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und andere Oranisationen fordern die Stilllegung der Uranfabriken, um die Atomenergie auch international zu beenden. […]” (umweltfairaendern.de, 18.08.2025)

♦   Der Einstieg der kanadischen Konzerne COMECO und Westinghouse in den europäischen Markt der Kerntechnologie wäre ohne die politische und finanzielle Unterstützung der Europäischen Union nicht möglich gewesen. Die erste entscheidende Hürde wurde zu Beginn des Ukraine-Kriegs genommen: Durch die Taxonomie-Verordnung 2022/1214 machte die EU-Kommission die Kernenergie faktisch zu einer CO₂-armen bzw. klimaschutzfördernden Technologie. Seither gilt sie als kompatibel zur «Klimaneutralität» und ist förderungswürdig (europ.eu, 09.03.2022). Das strittige Thema fehlender Endlager in Europa wurde auf das Jahr 2050 vertagt. 

♦   Fortan darf in der EU die Kernkraft mit öffentlichen Geldern gefördert werden. So fließen Forschungsgelder in Höhe von ca. 10 Millionen Euro an Westinghouse, um die AKWs in Mittelosteuropa vom russischen Uran unabhängig zu machen (euratom, 2023, Westinghouse, 06.07.2023, vgl. linke Spalte). Zudem fungieren diese Gelder als Türöffner für staatliche Investitionen von mehr als 80 Mrd. Euro in neue AKWs, die Westinghouse dort bauen wird (spiegel.de, 09.12.2025). Während sich die EU-Staaten dafür verschulden, sind die USA zu 20 Prozent an den Gewinnen von Westinghouse beteiligt.

♦   Es gibt auch europäische Gewinner im Geschäft mit ukrainischem Uran: Denn die entscheidende Anreicherung findet weder in Kanada, noch in der Ukraine statt, sondern in den Zentrifugen von URENCO. Dieses Unternehmen gehört zu je einem Drittel Großbritannien, den Niederlanden und den deutschen Unternehmen RWE und E.ON (nrw.de, 17.02.2021, vgl. Abbildung 3). Seit den aufblühenden Geschäften mit der Ukraine verdoppelte URENCO Deutschland am Standort Gronau (NRW) seine Unternehmensgewinne (northdata.de). Die 20.000 Tonnen Atommüll bleiben am Standort dank der EU-Verordnung, die das dringliche Thema Endlager verschob. 

Produktionskette des ukrainischen Urans

Quelle Abbildung 3: Eigene Zusammenstellung, KI-unterstützt.

EURATOM ÜBERWACHT URENCO UND DAMIT DIE LIEFERKETTE DES UKRAINISCHEN URANS

Gutachten 2021: “Die Militarisierung der Urananreicherung”,
Anhörung im Landtag von NRW, 2021

Euratom-Versorgungsagentur (ESA), Europäische Union

Die Agentur – offiziell die Versorgungsagentur der Europäischen Atomgemeinschaft – wurde durch den Euratom-Vertrag gegründet. Sie wird auch Euratom Supply Agency (ESA) genannt.

[…] Die ESA überwacht den Nuklearmarkt und warnt über Trends, die eine Bedrohung für die Sicherheit der EU-Versorgung mit nuklearen Materialien für Energie- und nicht-Stromnutzung darstellen. Es kann eigenständig Maßnahmen ergreifen (z. B. ein Memorandum of Understanding mit den USA zur Verfügbarkeit von Spezialmaterialien und Treibstoff für Forschung und medizinische Anwendungen) oder Maßnahmen der Europäischen Kommission vorschlagen.

Die ESA ist die einzige Organisation, die Verträge zur Lieferung von Erzen, Quellmaterialien und speziellen spaltbaren Materialien in der EU unterzeichnen kann, und sie kann den Vertragsabschluss verweigern. Die Entscheidungen der Agentur bezüglich des Liefervertrags können vor der Kommission als Kontrollmechanismen für die Befugnisse der Agentur angefochten werden. In den wenigen Fällen von Berufungen gegen Entscheidungen der Behörde bestätigte die Kommission die Entscheidungen und machte kein Vetorecht geltend.[…]” (european-union.europa.eu)

“[…] a) Militärische Nutzbarkeit: Die der Urananreicherung von Urenco zugrundeliegende Zentrifugentechnologie ist grundsätzlich nicht in eine zivile und eine militärische Technologie aufzuteilen. Wer über die nötigen Zentrifugen, das Know-How zur Urananreicherung und die
ausreichende Menge an Uranhexafluorid verfügt, kann aus technischer Sicht ohne weiteres Uran 235 auch für eine militärische Nutzung anreichern. Die Urananreicherung wird deshalb auch als «Schlüssel für Atomwaffen» betrachtet, was die umfangreichen internationalen
Verhandlungen mit dem Iran eindrucksvoll belegen. […]” (nrw.de, 17.02.2021: 13)

♦   Seit Beginn des Ukraine-Kriegs vervielfachte URENCO Deutschland nicht nur seine Gewinne, sondern auch seinen Atommüll. Denn die Geschäft mit ukrainischem Uran blühten auf, als Kiew seine Beziehungen zu Russland abbrach. In der Folge kündigte auch URENCO Verträge mit Rosatom zur Lagerung seines radioaktiven Abfalls in Sibieren. Bis dahin konnte es ca. 45.000 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid (UF6) dorthin entsorgen (gruene-fraktion-nrw.de, 06.05.2022). Nun sammeln sich in Gronau jährlich ca. 7.000 Tonnen an, mit Altlasten eine Menge von ca. 48.000 Tonnen radioaktivem, hochgiftigem Müll (atommuellreport.de, 11.06.2024).

♦   Für die Gefahren vor Ort ist URENCO nicht allein verantwortlich. Behörden auf Landes- und Bundesebene sowie Internationale Organisationen haben eine Kontrollpflicht. Neben dem Umweltschutz ist der Grenzwert von 85 % der Urananreicherung ein brisantes Thema. Denn daraus können Atomwaffen hergestellt werden, was Deutschland nach dem Atomwaffensperrvertrag untersagt ist. Die Zentrifugen der URENCO in Gronau verfügen über eine solche Dual-Use-Technologie. Deshalb überwachen die Europäische Atomgemeischaft (EURATOM) und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Einhaltung der Grenzwerte.

♦   Im Gegensatz zur IAEA ist EURATOM kein neutraler Beaobachter. Sie beaufsichtigt nur die EU-Mitgliedstaaten, die alle auch EURATOM angehören. Der rechtliche Rahmen ist aber ein anderer: Nach dem EURATOM-Vertrag hat die EU-Kommission im Gegensatz zu den EU-Verträgen exekutive Kompetenzen im Nuklearbereich, ohne Einspruchsrechte der Mitgliedstaaten und ohne parlamentarische Kontrolle. Hinter den Kontrollen der EURATOM-Versorgungsagentur ESA (vgl. linke Spalte) steht faktisch die EU-Kommission. Der Kurswechsel der Ukraine im Urangeschäft bescherte ihr eine neue Machtfülle.

WICHTIGE QUELLENTEXTE

▪ DIESER BEITAG BASIERT AUF FOLGENDEN QUELLEN:

aa.com.tr, 01.04.2025, Firdevs Yüksel, China and Russia drive surge in global nuclear energy plant development, in: Energy terminal, 01.04.2025, https://www.aa.com.tr/en/energy/general/china-and-russia-drive-surge-in-global-nuclear-energy-plant-development/48332.

cameco.com, 08.02.2023, CCO and Energoatom Agree on Commercial Terms to Supply Ukraine’s Full Natural UF6 Needs through 2035, CAMECO, 08.02.2023, Saskatoon, Kanada, https://www.cameco.com/media/news/cco-and-energoatom-agree-on-commercial-terms-to-supply-ukraines-full-natural-uf6-needs?utm_source=chatgpt.com.

energoatom, 20.03.2023, Енергоатом і CAMECO уклали угоди про забезпечення стабільного постачання ядерного палива [Energoatom und CAMECO haben Vereinbarungen über die Sicherstellung einer stabilen Versorgung mit Kernbrennstoff geschlossen], facebook, 20.03.2023, https://www.facebook.com/energoatom.ua/posts/-енергоатом-і-cameco-уклали-угоди-про-забезпечення-стабільного-постачання-ядерно/668339048631212/.

energoatom, 09.08.2024, Konstantin Simeyko, Атомна відповідь на складні енергетичні питання [Die atomare Antwort auf komplexe Energiefragen], Energoatom, 09.08.2024, https://energoatom.com.ua/news/atomna-vidpovid-na-skladni-energetichni-pitannya.

energoatom, 21.10.2024, Атомна енергетика забезпечує Україні до 70 відсотків електроенергії в пікові періоди у вечірній час [Die Kernenergie deckt in den Abendspitzenzeiten bis zu 70 Prozent des Strombedarfs der Ukraine], Energoatom, 21.10.2025, https://energoatom.com.ua/news/atomna-energetika-zabezpechuye-ukrayini-do-70-vidsotkiv-elektroenergiyi-v-pikovi-periodi-u-vechirnij-chas.

energoatom.com, 11.07.2025, У межах Конференції з відновлення України Енергоатом і Holtec International підписали меморандум щодо поглиблення співпраці [Energoatom und Holtec International unterzeichnen ein Memorandum zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Rahmen der Ukraine-Wiederaufbau-Konferenz], 11.07.2025, https://energoatom.com.ua/news/u-mezax-konferenciyi-z-vidnovlennia-ukrayini-energoatom-i-holtec-international-pidpisali-memorandum-shhodo-pogliblennia-spivpraci.

energoatom, 29.07.2025, Світлана Гринчук: Атомна генерація дозволила запобігти блекауту – Україна має добудувати Хмельницьку АЕС [Svitlana Hrynchuk: Atomkraft verhinderte Blackout – Ukraine muss den Bau des Kernkraftwerks Chmelnyzkyj abschließen], Energoatom, das staatliche Unternehmen der Ukraine für Nuklearenergie, 29.07.2025, https://energoatom.com.ua/news/svitlana-grincuk-atomna-generaciia-dozvolila-zapobigti-blekautu-ukrayina-maje-dobuduvati-xmelnicku-aes.   

euratom, 2023, Euratom Supply Agency, Quarterly Uranium Market Report, 3-4/2023, Luxemburg, https://euratom-supply.ec.europa.eu/document/download/40287d02-8a08-4437-b970-53d0ab6ac120_en?filename=QR3%264%202023final.pdf.

fr.de, 10.10.2023, Fabian Müller, Gefährlicher Kampf um das AKW Saporischschja: Ukraine versuchte offenbar dreimal die Befreiung, Frankfurter Rundschau, 10.10.2023, https://www.fr.de/politik/budanow-ukraine-akw-saporischschja-krieg-russland-befreiung-enerhodar-gegenoffensive-dnepr-durchbruch-zr-92567892.html

europ.eu, 09.03.2022, Delegierte Verordnung (EU) 2022/1214 der Kommission, vom 9. März 2022, in: Amtsblatt der Europäischen Union, 15.07.2022, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX%3A32022R1214; sie ist am 04.08.2022 in Kraft getreten und wird seit dem 01.01.2023 angewendet.

gov.ua 2025, Довгострокова стратегія низьковуглецевого розвитку Украіни до 2050 року, грудень 2025 [Langfristige Strategie für eine kohlenstoffarme Entwicklung der Ukraine bis 2050, Dezember 2025], ohne Angabe des Autors, auf der Website der ukrainischen Regierung abrufbar: https://me.gov.ua/download/ba4565a8-544b-4c90-af84-49b2b718f629/file.pdf.

holtec.international, 19.12.2023, Holtec International, Ukraine’s National Nuclear Energy Generating Company “ENERGOATOM” Commissions World’s First Consolidated Interim Dry Storage Facility for Used Nuclear Fuel, https://holtecinternational.com/ukraines-national-nuclear-energy-generating-company-energoatom-commissions-worlds-first-consolidated-interim-dry-storage-facility-for-used-nuclear-fuel/.

inventure.com, 09.11.2023, Holtec International and Energoatom will launch production of containers for spent nuclear fuel in Ukraine, in: InVenture, https://inventure.com.ua/en/news/ukraine/holtec-international-and-energoatom-will-launch-production-of-containers-for-spent-nuclear-fuel-in-ukraine.

neimagazine.com, 23.07.2018, South Ukraine 3 fully loaded with Westinghouse fuel, in: Nuclear Engineering International, 23.07.2018, Nuclear Engineering International, https://www.neimagazine.com/news/south-ukraine-3-fully-loaded-with-westinghouse-fuel-6261522/.

northdata.de, North Data, Die Suchmaschine für Unternehmensdaten in Europa. URENCO Deutschland GmbH, Gronau, ohne Datum, https://www.northdata.de/URENCO%20Deutschland%20GmbH,%20Gronau/Amtsgericht%20Coesfeld%20HRB%209576.

nrw.de, 17.022021, Landtag Nordrhein-Westfalen, Stellungnahme 17/3624, Urananreicherung – schriftliche Anhörung A18 – 17.02.2021, https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST17-3624.pdf

nuclearforum.ch, 24.01.2020, Nuclearforum Schweiz,  Ukraine: Fortschritte bei ISF-2, https://www.nuklearforum.ch/de/news/ukraine-fortschritte-bei-isf-2/.

Riedel 4/2022, Sabine Riedel, Infos zum AKW Saporischschja, in: Forschungshorizonte Politik und Kultur, 4/2022, 30.12.2022, https://culture-politics.international/2022-infos-zum-akw-saporischschja/

Riedel 4/2025, Sabine Riedel, Iran-Krieg um die atomare Dominanz Israels. in: Forschungshorizonte Politik und Kultur, 4/2025, 08.08.2025, https://culture-politics.international/2025-iran-krieg-um-die-atomare-dominanz-israels/78726/

spiegel.de, 09.12.2025, EU genehmigt Staatshilfen für erstes Atomkraftwerk in Polen, https://www.spiegel.de/wirtschaft/polen-eu-genehmigt-staatshilfen-fuer-erstes-atomkraftwerk-lubiatowo-kopalino-a-013fe463-f7a2-43c3-ba9a-34fed6e4b154.

umweltfairaendern.de, 18.08.2025, umweltFAIRaendern, Urananreicherung in Deutschland – Modernisierung läuft – Sicherheitsbegutachtung PSÜ abgeschlossen, 18.08.2025, https://umweltfairaendern.de/2025/08/18/urananreicherung-in-deutschland-modernisierung-laeuft-sicherheitsbegutachtung-psue-abgeschlossen/.

westinghouse, 31.08.2021, Westinghouse Electric Company, Energoatom and Westinghouse Advance Clean Energy Throughout Central and Eastern Europe, 31.08.2021, https://info.westinghousenuclear.com/news/energoatom-and-westinghouse-advance-clean-energy.

Westinghouse, 22.11.2021, Westinghouse Electric Company, Westinghouse Electric Company and Energoatom Sign Contract for First AP1000® Unit in Ukraine, 22.11.2021, https://info.westinghousenuclear.com/news/westinghouse-energoatom-ap1000-contract.

Westinghouse, 06.07.2023, Westinghouse Electric Company, Westinghouse-led Project will Secure VVER Fuel Supply in Europe and Ukraine, 06.07.2023, https://info.westinghousenuclear.com/news/westinghouse-led-project-will-secure-vver-fuel-supply-in-europe-and-ukraine.

youtube.com 2022, Bellona Foundation, Prydniprovsky Chemical Plant in Ukraine – the most dangerous place in Europe, Norwegen, 2022, https://www.youtube.com/watch?v=yU0HZnXgRQo&t=38s.

zir.gov.ua, 23.02.2022, Запорiзька обласна рада, Офіційна заява щодо введення надзвичайного стану в Запорізькій області [Regionalrat von Saporischschja, Offizielle Erklärung zur Einführung des Ausnahmezustands in der Region Saporischschja], Saporischschja, 23.2.2022, https://zor.gov.ua/content/oficiyna-zayava-shchodo-vvedennya-nadzvychaynoyi-sytuaciyi-v-zaporizkiy-oblasti; vgl. auch: Riedel 10/2022.